
Beschäftigt, aber nicht produktiv
Meetings, bei denen nichts entschieden wird. Mails, die niemand wirklich liest. PowerPoint-Präsentationen, die durch zig Abstimmungsrunden gejagt und optisch perfektioniert werden, nur um dann fünf Minuten lang präsentiert zu werden, ohne dass eine konkrete Maßnahme daraus folgt. Und dann diese Reportings, die wöchentlich oder monatlich erstellt werden, um irgendwelche Zahlen zu dokumentieren. Sie landen in einem Ordner, den nie jemand öffnet.
Das ist Fake Work. Aufgaben, die niemandem helfen, aber uns trotzdem ständig auf Trab halten. Das Gefühl, etwas erledigt zu haben, ohne dass ein echtes Ergebnis dabei herauskommt.
Woher kommt der Begriff?
Der Begriff stammt aus der Unternehmensberatung und wurde von Brent D. Peterson und Gaylan W. Nielson in ihrem Buch Fake Work: Why People Are Working Harder than Ever but Accomplishing Less geprägt. Die beiden haben untersucht, warum so viele Unternehmen trotz harter Arbeit ihrer Mitarbeiter nicht effizienter werden.
Ihre Erkenntnis: Fake Work ist kein Unfall. Es ist oft das Resultat schlechter Strukturen, unnötiger Prozesse und einer Unternehmenskultur, die Fleiß über Effektivität stellt.
Woran erkennst du Fake Work?
Endlose Meetings ohne Ergebnis. Wie oft hast du schon in Besprechungen gesessen, bei denen am Ende nichts Konkretes herauskam? Alle waren anwesend, alle haben geredet, aber niemand hat etwas entschieden. Hauptsache, alle waren beschäftigt.
Ständiges Mailchecken und Listensortieren. Der Posteingang ist leer, das Gefühl ist gut. Aber die wirklich wichtigen Aufgaben liegen trotzdem noch da. Die Inbox bei Null zu halten ist keine Produktivität, sondern Prokrastination im Arbeitsgewand.
Projekte, die nach viel aussehen, aber nichts bringen. Präsentationen, die beeindrucken sollen, aber niemanden voranbringen. Reportings mit Zahlen, die gesammelt werden, nur damit sie niemand mehr anschaut. Wenn niemand nach deinen Ergebnissen fragt, war es vielleicht gar nicht so wichtig.
Warum machen wir Fake Work?
Weil es bequem ist. Weil es einfacher ist, sich beschäftigt zu fühlen, als echte Entscheidungen zu treffen. Viele Unternehmen belohnen Fleiß statt Ergebnisse. Und es ist verständlich, sich lieber in der Illusion zu verlieren, produktiv zu sein, anstatt sich einzugestehen, dass man Zeit verschwendet.
Fake Work lebt davon, dass niemand sie hinterfragt. Dass immer weitergemacht wird, weil es schon immer so gemacht wurde. Dass Prozesse existieren, deren Sinn längst verloren gegangen ist.
Raus aus der Fake-Work-Falle
Gerade in größeren Organisationen fühlt sich vieles festgefahren an. Aber Veränderung beginnt nicht immer ganz oben. Oft fängt sie genau da an, wo jemand den Mut hat, Dinge anders zu machen.
Klare Ziele setzen. Auch wenn du nicht alles beeinflussen kannst, kannst du entscheiden, wofür du deine Energie verwendest. Welche Aufgaben zahlen auf echte Ergebnisse ein? Für dich, dein Team, deinen Bereich?
Prioritäten richtig setzen. Du musst nicht alles machen. Eine der wichtigsten Fähigkeiten ist zu erkennen, welche Aufgaben Wirkung haben und welche einfach nur nach Aktivität aussehen.
Hinterfragen statt mitmachen. Nur weil es schon immer so gemacht wurde, heißt das nicht, dass es gut ist. Warum machen wir das? Braucht das wirklich jemand? Gibt es einen besseren Weg? Wenn die Antwort lautet, weil wir das immer so machen, ist das ein Warnsignal.
Den Mut haben, Dinge zu streichen. Du kannst nicht alles verändern, aber du kannst in deinem Wirkungskreis aufräumen. Eine überflüssige Mail weniger. Ein Meeting absagen, das nichts bringt. Klein anfangen und dann weitergehen.
Echte Arbeit delegieren, Fake Work eliminieren
Manchmal liegt das Problem nicht darin, dass Aufgaben sinnlos sind, sondern darin, dass sie die falschen Leute beschäftigen. Administrative Aufgaben, die Zeit fressen, aber erledigt werden müssen. E-Mails, Termine, Dokumentation. Das ist keine Fake Work, aber es hält dich von dem ab, was nur du tun kannst.
Die Lösung: Echte Arbeit abgeben, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Fake Work hingegen gehört nicht delegiert, sondern gestrichen.
Bereit für weniger Fake Work?
Manchmal braucht es einen externen Blick, um zu erkennen, wo Zeit und Energie wirklich hinfließen. Was kostet dich Stunden, bringt aber keine Ergebnisse? Was lässt sich sofort verändern?
Lass uns gemeinsam schauen, wie du deine Zeit für das nutzt, was wirklich zählt. Auf unserer Kontaktseite kannst du auch direkt ein Gespräch buchen.
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