Damit dein Geld auch wirklich ankommt

von | Sep. 21, 2021 | Business, Teamorganisation, Virtuelle Assistenz | 0 Kommentare

78 Prozent sind betroffen. Bist du auch dabei?

Die Zahlungsmoral in Deutschland verschlechtert sich seit Jahren. Laut der Coface Zahlungserfahrungsstudie 2024 sind 78 Prozent aller befragten Unternehmen von Zahlungsverzug betroffen. Der Anteil ist seit 2021 von 59 Prozent auf diesen Höchststand gestiegen.

Noch alarmierender: Rechnungen, die länger als sechs Monate überfällig sind, werden zu 80 Prozent nie bezahlt. Sie können zur Insolvenz führen, wie der starke Anstieg von Firmenpleiten in den letzten Monaten zeigt.

Die Frage ist nicht, ob dich das Thema betrifft. Die Frage ist: Hast du den Überblick über deine offenen Forderungen?

Was ist Forderungsmanagement?

Forderungsmanagement ist mehr als Mahnungen verschicken. Es beginnt bereits vor der Rechnungsstellung und endet erst, wenn das Geld auf deinem Konto ist.

Im Kern geht es darum, offene Forderungen systematisch zu erfassen, zu überwachen und einzutreiben. Das Ziel: Zahlungsausfälle vermeiden und die eigene Liquidität sichern. Denn laut einer R+V-Analyse ist schlechte Zahlungsmoral bei 67 Prozent aller Firmeninsolvenzen ein Hauptgrund.

Ein professionelles Forderungsmanagement umfasst mehrere Bausteine: Bonitätsprüfung vor Vertragsabschluss, rechtssichere Rechnungsstellung, systematische Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Prüfung der Zahlungseingänge und ein strukturiertes Mahnverfahren.

Warum das Thema jetzt wichtig ist

Die wirtschaftliche Lage spitzt sich zu. Der Creditreform Zahlungsindikator 2024 zeigt: Das durchschnittliche Forderungsvolumen ist auf 23.600 Euro je Schuldner gestiegen – 1.700 Euro mehr als im Vorjahr. Die Zahlungsausfälle nehmen teils sprunghaft zu.

Für kleine Unternehmen und Selbstständige kann ein einziger größerer Zahlungsausfall existenzbedrohend sein. Wer bei 5 Prozent Umsatzrendite eine Forderung von 10.000 Euro verliert, muss 200.000 Euro zusätzlichen Umsatz generieren, um den Verlust auszugleichen.

Die gute Nachricht: Mit einem systematischen Forderungsmanagement lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

Was du selbst tun kannst

Bevor du über Auslagerung nachdenkst, gibt es einige Stellschrauben, an denen du selbst drehen kannst:

Zahlungsoptionen überdenken. Vorkasse, Anzahlungen oder Teilzahlungen bei größeren Projekten reduzieren dein Risiko erheblich. Bei Neukunden ist Vorsicht besonders angebracht.

Informationen sammeln. Wie sieht die Bonität eines neuen Kunden aus? Wie war das Zahlungsverhalten bestehender Kunden in den letzten Monaten? Wer hier aufmerksam ist, erkennt Warnsignale früh.

Rechnungen optimieren. Neben der Zahlungsfrist gehört ein konkretes Fälligkeitsdatum auf jede Rechnung. Das schafft Klarheit und macht das Mahnen einfacher.

Software nutzen. Eine gute Buchhaltungssoftware muss nicht teuer sein, aber sie sollte dir jederzeit einen Überblick über offene Vorgänge geben können. Voraussetzung: Du pflegst sie auch ordentlich.

Prozesse festlegen. Wann wird die erste Erinnerung verschickt? Wann die erste Mahnung? Wann die zweite? Ein klarer Ablauf sorgt dafür, dass nichts vergessen wird und du konsequent bleibst.

Was wir für dich übernehmen können

All das klingt nach viel Arbeit? Ist es auch. Und genau deshalb musst du es nicht alleine machen.

Wir übernehmen für dich:

Die Debitorenbuchhaltung mit Dokumentation und Prüfung der Fälligkeiten. Die regelmäßige Kontrolle der Zahlungseingänge. Die Erstellung und Nachverfolgung von Zahlungserinnerungen und Mahnungen. Die Rechnungsstellung nach deinen Vorgaben. Und die Übersicht über deine offenen Vorgänge, damit du jederzeit weißt, wo du stehst.

Du entscheidest, wie viel du abgibst. Manche Kunden übergeben das komplette Forderungsmanagement, andere nur einzelne Bausteine. Beides funktioniert.

Für wen ist das sinnvoll?

Forderungsmanagement auszulagern lohnt sich besonders, wenn du regelmäßig den Überblick über offene Rechnungen verlierst. Wenn Mahnungen liegen bleiben, weil das Tagesgeschäft Vorrang hat. Wenn du nicht genau weißt, wie hoch deine aktuellen Außenstände sind.

Auch wenn du merkst, dass du bei unangenehmen Gesprächen über ausstehende Zahlungen zögerst, kann eine externe Unterstützung helfen. Manchmal ist es einfacher, wenn jemand anderes die Mahnung verschickt.

Lass uns gemeinsam schauen, was du brauchst

Jedes Business ist anders. Deshalb erarbeiten wir mit dir eine individuelle Lösung, die zu deinem Arbeitsalltag passt. In einem kostenfreien 30-Minuten-Gespräch schauen wir uns an, wo du stehst und wie wir dich entlasten können.

Jetzt Gespräch buchen: calendly.com/hallo-56/vorgesprach-30-minuten

Quellen:

Coface, Zahlungserfahrungsstudie Deutschland 2024

Creditreform, Zahlungsindikator Deutschland Sommer 2024

R+V, Forderungsausfälle und Liquiditätssicherung

Das könnte dir auch gefallen

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner