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Findet ChatGPT deine Website? Was KI-Suchen von deiner Seite brauchen

von | Okt. 25, 2026 | Virtuelle Assistenz | 0 Kommentare

Wenn eine mögliche Kundin heute nach einer Dienstleistung wie deiner sucht, tippt sie die Frage nicht mehr unbedingt bei Google ein. Immer öfter stellt sie sie direkt an ChatGPT oder Perplexity und bekommt eine fertige Antwort mit zwei oder drei Empfehlungen. Wenn deine Website in dieser Antwort nicht genannt wird, kommt die Kundin gar nicht erst auf die Idee, sich dein Angebot anzuschauen.

Wie verbreitet das inzwischen ist, zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom vom November 2025. Die Hälfte der befragten Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland nutzt zumindest manchmal den Chat mit einer KI statt der klassischen Internetsuche. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar rund zwei Drittel.

Wie KI-Suchen an ihre Informationen kommen

KI-Systeme wie ChatGPT beantworten Suchfragen nicht nur mit dem Wissen, das sie beim Training gelernt haben. Für aktuelle Fragen durchsuchen sie das Internet und lesen die Seiten, die sie dabei finden. Dafür schicken die Anbieter eigene Programme los, sogenannte Crawler, die Websites besuchen und ihren Inhalt auslesen.

Bei ChatGPT heißt der Crawler für die Suche OAI-SearchBot. In der Dokumentation von OpenAI steht ausdrücklich, dass Websites, die diesen Crawler aussperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT angezeigt werden. Ob deine Website dort auftaucht, hängt also zuerst davon ab, ob der Crawler sie überhaupt lesen darf.

Woran es bei vielen Websites scheitert

Der erste Stolperstein ist oft unsichtbar. In einer kleinen Datei namens robots.txt legt jede Website fest, welche Crawler sie besuchen dürfen. Manche Sicherheits-Plugins, Firewalls oder Hosting-Einstellungen sperren KI-Crawler aus, ohne dass die Betreiberin der Website davon etwas mitbekommt. Die Seite ist dann für Menschen ganz normal erreichbar, für ChatGPT aber nicht.

Der zweite Punkt betrifft die Inhalte selbst. Viele Websites zeigen ihre Leistungen, Preise oder den Standort in Grafiken, Slidern oder eingebetteten PDFs. Für Menschen ist das gut lesbar, für einen Crawler oft nicht, weil er vor allem den Text der Seite auswertet. Wenn auf deiner Startseite nirgends als normaler Text steht, was du anbietest, für wen und in welcher Region, kann eine KI das auch nicht wiedergeben.

Der dritte Punkt sind widersprüchliche Angaben. Wenn auf deiner Website ein anderes Angebot steht als in deinem Google-Unternehmensprofil, oder wenn in einem Blogartikel von vor drei Jahren noch alte Preise stehen, findet eine KI unterschiedliche Informationen über dich. Im ungünstigsten Fall gibt sie dann die veralteten Angaben an mögliche Kundinnen weiter.

Was du selbst prüfen kannst

Einen Teil davon kannst du ohne technisches Wissen selbst überprüfen. Dafür brauchst du nur deinen Browser und etwa eine halbe Stunde Zeit.

  • Rufe im Browser deine-domain.de/robots.txt auf und schau, ob dort Einträge wie „OAI-SearchBot“ oder „PerplexityBot“ zusammen mit „Disallow“ stehen, denn das bedeutet, dass dieser Crawler ausgesperrt ist.
  • Lies deine Startseite einmal so, als wärst du eine Fremde, und prüfe, ob in normalem Text steht, was du anbietest, für wen und wo.
  • Vergleiche die Angaben auf deiner Website mit deinem Google-Unternehmensprofil und deinen Social-Media-Profilen, vor allem Leistungen, Preise, Adresse und Erreichbarkeit.
  • Schau in deine älteren Blogartikel und Unterseiten, ob dort noch Angebote oder Preise stehen, die es so nicht mehr gibt.
  • Stelle ChatGPT oder Perplexity die Frage, die eine Kundin stellen würde, zum Beispiel nach deiner Dienstleistung in deiner Stadt, und schau, ob und wie du in der Antwort vorkommst.

Falls du in der robots.txt einen Eintrag für „GPTBot“ findest, ist das übrigens kein Grund zur Sorge. Laut OpenAI legt dieser Eintrag nur fest, ob deine Inhalte für das Training der KI-Modelle verwendet werden dürfen. Für die Suche ist allein OAI-SearchBot entscheidend.

KI-Sichtbarkeit ist nur ein Teil

Ob eine Website gut funktioniert, hängt nicht nur davon ab, ob KI-Suchen sie finden. Genauso wichtig ist, dass sie schnell lädt, technisch auf dem aktuellen Stand ist, vor Angriffen geschützt ist und beim Datenschutz keine offensichtlichen Lücken hat. Diese Punkte bleiben im Alltag oft liegen, weil die Website ja läuft und sich niemand beschwert. Meistens fällt erst etwas auf, wenn ein Plugin nicht mehr funktioniert oder die Seite plötzlich nicht mehr erreichbar ist.

Der Website-Check von BüroBeast

Mit unserem Website-Check prüfen wir deine WordPress-Seite in genau diesen fünf Bereichen: Geschwindigkeit, Technik, Sicherheit, Datenschutz-Grundlagen und Auffindbarkeit in KI-Suchen. Du bekommst einen Bericht mit Ampelsystem, in dem du auf einen Blick siehst, was gut läuft und was dringend ist. Dazu gibt es ein Arbeitsboard, auf dem alle Aufgaben nach Dringlichkeit sortiert sind. In einem gemeinsamen Termin gehen wir die Ergebnisse durch, damit du weißt, was du selbst erledigen kannst und wofür sich Unterstützung lohnt.

Alle Infos findest du hier: buerobeast.de/office-support/#website-check

Quellen

Bitkom, Internet-Suche im Wandel: Die Hälfte nutzt bereits KI-Chats, 2025
OpenAI, Overview of OpenAI Crawlers, 2026

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